Technisches Englisch: Herausforderungen, Weiterbildungen und weitere Tipps

Technisches Englisch Herausforderungen Weiterbildungen und weitere Tipps

06.12.2016 von Walter Brandl Business Englisch, Wirtschaftsenglisch, Technisches Englisch

Maschinenbau, Bautechnik, Automobilindustrie, IT-Technik – diese und weitere Berufe bieten nicht nur gute Verdienstchancen und berufliches Prestige, sie sind auch mit zahlreichen Herausforderungen verknüpft. Was hier zählt, sind harte Fakten und Informationen. Ein kleiner Fehler kann durchaus große Probleme auslösen und beispielsweise sehr viel Geld kosten. Fachliche Kompetenz und das entsprechende Wissen allein reichen jedoch nicht aus. Wer in technischen Berufen erfolgreich sein will, muss zudem einwand- und vor allem fehlerfrei kommunizieren können – und zwar auch in einer Fremdsprache wie Englisch.

 Was ist technisches Englisch?

Wer sich mit Fremdsprachen beschäftigt, stellt schnell fest: Englisch ist nicht gleich Englisch. Die Sprachkenntnisse, die wir in der Schule erlangt haben, sind zwar eine gute Basis, reichen im beruflichen Kontext aber meist nicht aus. Wer eine internationale Karriere anstrebt oder im inländischen Unternehmen viel Kontakt ins Ausland hat, benötigt auf jeden Fall ein entsprechendes Zertifikat für Business- beziehungsweise Wirtschaftsenglisch.

Noch eine Stufe höher ist das technische Englisch anzusiedeln. Hierbei handelt es sich um eine spezielle Ausprägung der Sprache, die sich insbesondere durch ein komplexes Fachvokabular auszeichnet. Ingenieure, Architekten, Informatiker, Maschinenbauer – sie alle sprechen ihre ganz eigene Sprache, die oftmals schon im Deutschen nur schwer zu verstehen ist. Wenn es dann noch darum geht, sich in einer Fremdsprache auszudrücken, sind entsprechende Weiterbildungen und Schulungen unumgänglich.

 Verschiedene „Arten“ von technischem Englisch

Interessant ist weiterhin, dass technisches Englisch nicht als große Einheit verstanden werden kann. Es handelt sich hierbei um eine Ausprägung der englischen Sprache, die zahlreiche Unterarten hat. Diese beziehen sich auf die jeweiligen beruflichen Bereiche, in denen technisches Englisch zum Einsatz kommt. Hier ein paar Beispiele: 

  • Englisch für Elektrotechnik
  • Englisch für Maschinenbau
  • Englisch für Informationstechnik
  • Englisch für Luft- und Raumfahrttechnik
  • Englisch für Automobiltechnik
  • Englisch für Kunststofftechnik

Mehr als nur Fachvokabeln lernen

Wenn Sie an dieser Stelle denken, dass sich technisches Englisch nur im Hinblick auf das Fachvokabular vom „normalen“ Englisch unterscheidet, dann irren Sie sich. Weiterbildungen und Coachings für technisches Englisch vermitteln nicht nur die benötigten Wörter, sondern schärfen auch grammatikalische Kenntnisse. Weiterhin ist es in diesem Bereich unverzichtbar, dass Sie komplexe Inhalte sowohl punktiert, als auch absolut korrekt wiedergeben können. Neben der fachlichen Kompetenz spielt hier auch ein gewisses Selbstbewusstsein eine große Rolle. Wer sich bisher nicht wirklich getraut hat, Präsentationen oder ähnliches auf Englisch zu halten, sollte über die Möglichkeit eines professionellen Trainings für technisches Englisch nachdenken. Dieses kann in ganz unterschiedlichen Gewändern daherkommen. 

Von analog bis digital – alles ist möglich

Technisches Englisch ist eine spezialisierte Variante des Business-Englisch. Wer eine entsprechende Weiterbildung absolvieren will, sollte auf jeden Fall fest im sprachlichen Sattel sitzen. Es ergibt keinerlei Sinn, sich gleich als Anfänger in diesen komplexen Lernprozess zu stürzen. Viele Experten empfehlen, mindestens zwei Jahre professionelle Sprachpraxis im wirtschaftlichen Bereich vorweisen zu können, ehe eine Spezialisierung auf das technische Englisch erfolgt.

Wenn das Vorwissen und eine entsprechende Sprachpraxis vorhanden sind, spricht nichts dagegen, die Herausforderung anzunehmen. Technisches Englisch kann auf verschiedenen Wegen erlernt werden. Da die Möglichkeiten so unterschiedlich sind, kann man sich sicher sein, garantiert das passende Angebot für sich oder seine Mitarbeiter zu finden. Zu den Optionen gehören: 

  • In-House Trainings: Ein Sprachtrainer kommt in Ihr Unternehmen und schult eine größere Gruppe von Mitarbeitern in unterschiedlichen Bereichen.
  • Telefon-Trainings: Das telefonische Einzeltraining zeichnet sich durch ein hohes Maß an Flexibilität und Individualität aus. Es wird sowohl im Bereich Business-Englisch als auch für technisches Englisch angeboten.
  • Podcasts: Diese digitale Methode passt sich perfekt an den Schüler an und eignet sich beispielsweise auch für eine Lerneinheit von unterwegs aus. Wer den Fachgesprächen anderer lauscht, lernt nicht nur neue Vokabeln, sondern trainiert auch sein Hörverständnis.
  • Fernlehrgänge: Selbstverständlich kann technisches Englisch auch via Fernlehrgang erlernt werden.

 Komplexe Vorgänge verstehen und selbst erklären

Jeder Beruf hat seine ganz eigenen Spezialgebiete. Ein Vorgang, der in der einen Branche keinerlei Bedeutung hat, ist in der anderen von größter Wichtigkeit. An dieser Stelle wird noch einmal deutlich, warum es sinnvoll ist, das technische Englisch in verschiedene Unterkategorien aufzuteilen. Immerhin ist die Wahrscheinlichkeit recht gering, dass ein Informatiker den Unterschied zwischen Thermoplast und Duroplast erklären muss. Diese Thematik ist eher dem Kunststofftechniker zuzuordnen.
Egal in welchem Bereich sich ein Unternehmen bewegt – wichtig ist, dass die Mitarbeiter komplexe Vorgänge zum einen verstehen, wenn sie auf Englisch erklärt werden und zum anderen auch selbst präsentieren können. Die große Herausforderung besteht selbstverständlich darin, in beiden Bereichen die entsprechenden Fähigkeiten zu entwickeln. Das gelingt am besten – Sie ahnen es vielleicht schon – in der Praxis.

Fazit
Manchmal ist es gar nicht so einfach, Gleichgesinnte zu treffen, mit denen man sich auf Englisch über ein spezifisches Thema unterhalten kann. Wichtig ist, sich nie verrückt zu machen. Ja, technisches Englisch verlangt einem ziemlich viel ab. Es ist jedoch keine Schande, nachzufragen, wenn man etwas nicht verstanden hat, oder ein Fachwort zu umschreiben, wenn einem die entsprechende Vokabel gerade nicht einfällt. Alles weitere bringen Lernbereitschaft und Routine mit sich.

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