Präsentationen in einer Fremdsprache: Das gilt es zu beachten

Praesentationen in einer Fremdsprache Das gilt es zu beachten

03.11.2016 von Walter Brandl Meetings & Presentations

Was vielen schon in der Schule und an der Universität schwerfiel, ist auch im Beruf kein Kinderspiel. Präsentationen und Vorträge verlangen uns eine ganze Menge ab – erst recht, wenn sie in einer Fremdsprache gehalten werden müssen. Hierbei gilt es, einen kühlen Kopf zu bewahren und auf verschiedene Dinge zu achten. Welche das sind, wie Sie Ihre Mitarbeiter am besten auf die Herausforderung Präsentation vorbereiten und was es sonst noch zu beachten gilt, haben wir in diesem Beitrag für Sie zusammengefasst.

Die größten Schwierigkeiten beim Präsentieren

Freies Sprechen vor einer größeren Gruppe Menschen – und das auch noch in einer fremden Sprache. Es gibt viele Fallstricke, die dafür sorgen, dass Präsentationen echte Herausforderungen sind. Zu den größten Schwierigkeiten gehören die folgenden Aspekte:

  • Der Sprecher muss seine Nervosität in den Griff bekommen: Wer nicht gerade Schauspieler ist oder regelmäßig im Zentrum der Aufmerksamkeit steht, wird vor einer Präsentation immer etwas (oder auch sehr viel) Lampenfieber haben. Das ist natürlich vollkommen normal – muss aber auch unter Kontrolle gebracht werden. Wer sich während der Präsentation ständig verhaspelt und auch körperliche Unruhe verbreitet, wird es schwer haben, die Aufmerksamkeit seiner Zuhörer zu bekommen.

  • Der Sprecher muss verstanden werden: Wer etwas in einer Fremdsprache präsentiert, muss diese selbstverständlich einwandfrei beherrschen. Das entsprechende Fachvokabular und korrekte Grammatik sind genauso wichtig wie die richtige Aussprache der Wörter und das Vermeiden von false friends. Wer auf Nummer Sicher gehen will, hält die Präsentation im Vorfeld vor einem Muttersprachler und lässt sich gegebenenfalls noch einmal korrigieren.

  • Der Sprecher muss deutlich reden: Aufregung, Anspannung, Druck – all diese und weitere Faktoren sorgen dafür, dass bei Präsentationen gern zu schnell, zu leise und/oder zu undeutlich gesprochen wird. Wer beim Vortragen überzeugen und vielleicht auch verkaufen möchte, sollte großen Wert auf eine deutliche Aussprache legen und diese vorher auch trainieren.

  • Der Sprecher darf nicht in Monotonie verfallen: Stimme und Sprache sind ausgezeichnete Werkzeuge der Gestaltung. Indem Sie Ihre Stimme an den Inhalt der Präsentation anpassen, bildliche Wörter verwenden und immer wieder variieren, wird ein interessantes Gesamtpaket erschaffen, das die Zuhörer fesselt. Nichts ist schlimmer als ein monoton heruntergeratterter Vortrag mit gähnend langweiligem Inhalt.

  • Der Sprecher darf seinen Text nicht auswendig lernen: Viele, die eine Präsentation auf Englisch oder in einer anderen Fremdsprache halten, machen einen entscheidenden Fehler. Sie lernen ihren vorher erstellten Text auswendig und sagen ihn anschließend stur wie ein Gedicht auf. Kommt es jedoch zu Unterbrechungen oder wird ein Teil der Präsentation vergessen, gerät alles schnell ins Wanken. Außerdem wirken auswendig gelernte Präsentationen schnell langweilig (siehe hierzu vorheriger Punkt). Wer es besser machen will, befasst sich tiefgehend mit der Materie und spricht anschließend weitestgehend frei. Karteikarten mit ein paar Stichpunkten sind natürlich absolut in Ordnung.

  • Der Sprecher muss kulturelle Besonderheiten kennen: Stammt die Zuhörerschaft der Präsentation aus einem anderen Kulturkreis, gilt zusätzliche Vorsicht, was bestimmte Gesten, Mimik und auch sprachliche Ausdrücke angeht. Wer nicht versehentlich mit Anlauf ins kulturelle Fettnäpfchen springen will, sollte sich im Bereich interkulturelle Kompetenz schulen lassen.

  • Der Sprecher darf den Faden nicht verlieren: Egal ob schlichte Produktvorstellung oder tiefgehende Erläuterung komplexer Unternehmensprozesse – bei jeder Form von Präsentation besteht die Gefahr, dass der Sprecher den roten Faden verliert. Das passiert vor allem dann, wenn er oder sie sehr aufgeregt ist und/oder sich nicht ausreichend auf die Präsentation vorbereitet hat.

Die richtige Vorbereitung

Wenn wir schon einmal beim Thema Vorbereitung angelangt sind, soll dieses an dieser Stelle auch noch einmal genauer beleuchtet werden. Wie so oft handelt es sich nämlich auch im Fall von Präsentationen um das A und O. Wer unvorbereitet eine Präsentation auf Englisch oder in einer anderen Fremdsprache hält, kann sich fast schon sicher sein, dass es Komplikationen geben wird.

Um die Angestellten in Ihrem Unternehmen optimal auf Präsentationen in einer Fremdsprache vorzubereiten, empfiehlt es sich, ein entsprechendes Training anzubieten. Dieses kann beispielsweise in Form eines In-House Sprachcoachings oder auch telefonisch stattfinden. Teilnehmer solcher Präsentations-Trainings lernen unter anderem:

  • sich rechtzeitig auf den Vortrag vorzubereiten
  • die deutschen Aussagen korrekt in die entsprechende Fremdsprache zu übersetzen
  • die Präsentation zu ordnen und zu strukturieren
  • die Kernaussage der Präsentation in wenige Sätze zu packen
  • ihre Stimme interessant einzusetzen
  • die Aufmerksamkeit der Zuhörer aufrecht zu erhalten
  • die richtigen Stichpunkte aufzuschreiben
  • auf ihre Körpersprache zu achten
  • die Zuhörer in die Präsentation einzubeziehen und somit eine interaktive Veranstaltung zu erstellen
  • Hilfsmittel (Power Point Präsentationen, White Boards, Flipcharts etc.) richtig einzusetzen


Hinweis: Jedes Präsentationstraining fokussiert sich selbstverständlich auf andere Schwerpunkte. Diese können Sie im Vorfeld meist mit dem Anbieter absprechen. Das Ergebnis sollte stets eine maßgeschneiderte Fortbildungsmaßnahme sein, die Ihren Angestellten ein Maximum an neuem Wissen vermitteln.

Wie Sie anhand dieser Liste erkennen können, gibt es sehr viel, worauf es bei einer Präsentation in einer Fremdsprache zu achten gilt. Diese Form der Kommunikation sollte daher nie auf die leichte Schulter genommen werden. Aber warum sind überzeugende Präsentationen überhaupt so wichtig?

Präsentationen in einer Fremdsprache – Warum sind sie so wichtig?

Gute Präsentationen (egal ob auf Deutsch oder in einer anderen Sprache) sind on point – also knackig auf den Punkt gebracht und nicht ausschweifend. Das erscheint durchaus sinnvoll, wenn man sich vor Augen führt, dass sich die meisten Erwachsenen nur rund 15 bis 20 Minuten voll auf etwas konzentrieren können (Tendenz sinkend). Wie hoch die Bereitschaft zuzuhören ist, hängt natürlich immer vom Thema und dem persönlichen Interesse des Zuhörers ab. Nichtsdestotrotz ist es unverzichtbar, möglichst viele relevante (!) Informationen in kurzer Zeit zu präsentieren – und trotzdem nichts runter zu rattern.

Indem der Sprecher es schafft, die Präsentation auf das Wesentliche zu reduzieren und die Zuhörer zu begeistern, ergeben sich verschiedene Vorteile für ihn (und das Unternehmen, das er vertritt). So kann eine gute Präsentation beispielsweise verkaufsfördernd sein und der Neukundengewinnung dienen. Weiterhin hilft sie dabei, einem (breiten) Publikum ein Projekt verständlich vorzustellen und allgemeine Begeisterung zu wecken. Nicht zuletzt spielen sprachliche Sicherheit und ein ausgeprägtes Präsentationstalent eine wichtige Rolle, wenn man vor ausländische Investoren tritt und diese für sich und das Unternehmen gewinnen will.

Es gibt viele gute Gründe, die dafür sprechen, sein Personal auf dem Gebiet der Präsentation auf Englisch oder in einer anderen Fremdsprache zu schulen.

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