7 Möglichkeiten, um das Erlernen einer Fremdsprache erfolgreich zu torpedieren

7 Moeglichkeiten um das Erlernen einer Fremdsprache erfolgreich zu torpedieren Photo by Brock DuPont on Unsplash

27.11.2017 von Jessika Fichtel Lerntipps & Lerntricks

Eine Fremdsprache erlernt man nicht von heute auf morgen. Das dürfte den meisten Menschen klar sein. Dennoch stellt sich bei vielen Frustration ein, wenn nach einer gewissen Zeit nicht die gewünschten Ergebnisse erkennbar sind. Anstatt den Fehler bei sich selbst zu suchen, werden häufig schnell die Lernmethoden und vielleicht sogar der Fremdsprachenlehrer unter Verdacht gestellt. Die Gründe für das Ausbleiben vom Erfolg beim Fremdsprachenunterricht sind natürlich vielfältiger Natur und können nicht pauschal heruntergebrochen werden. Vielleicht liegt es ja an einem der folgenden Fallstricke, dass Ihre Mitarbeiter keine Fortschritte bemerken.

Fallstrick #1: Der Fremdsprachenunterricht verfolgt kein konkretes Ziel

Haben Sie sich schon einmal gefragt, warum Ihre Mitarbeiter unbedingt Englisch, Französisch, Spanisch oder irgendeine andere Sprache lernen sollen? Wenn die Antwort „Na, weil das in unserer Branche wichtig ist.“ lautet, sind Sie leider auf dem Holzweg.

Wenn sich jemand dazu entschließt, eine Fremdsprache zu erlernen, dann sollte dies immer aus einer konkreten Motivation heraus passieren. Das gilt im Privaten genauso wie im Beruflichen. Während für die meisten Menschen ein Urlaub oder ein längerer Auslandsaufenthalt der Ansporn ist, können berufliche Ziele unter anderem wie folgt definiert werden:

  • verbesserte und noch direktere Kommunikation mit ausländischen Kunden
  • Stärken der Verhandlungs- und Verkaufsfähigkeiten in einer Fremdsprache
  • Vorbereitung auf wichtige Präsentationen in einer Fremdsprache

Es gibt viele gute Gründe, um eine Fremdsprache zu erlernen. Damit schnell Erfolge erkennbar werden, ist es wichtig, diese klar auszuformulieren und sich immer wieder vor Augen zu führen.

Fallstrick #2: Vokabeln werden isoliert voneinander gelernt

Vokabeltraining ist ein wesentlicher Bestandteil des Fremdsprachenunterrichts – egal, für welche Lernmethode Sie sich entscheiden. Gerade in Bereichen, in denen fachspezifische Termini gebraucht werden, ist es das A und O, wenn die Vokabeln sitzen.

Das bedeutet jedoch keinesfalls, dass es ausreicht, nur stur die Listen auswendig zu lernen. Eine Fremdsprache besteht nicht aus einzelnen Vokabeln, sondern muss immer als großes Ganzes betrachtet werden. Es bringt niemandem etwas, ein einzelnes Wort zu kennen, wenn ihm das Drumherum fehlt.

Um schnell Erfolge beim Fremdsprachenlernen zu feiern, dürfen Vokabeln nicht isoliert voneinander gelernt werden. Es ist wichtig, sie immer gleich in einen Kontext zu bringen und verschiedene Satz-Konstellationen auszuprobieren.

Eine weitere hilfreiche Übung ist das Umschreiben von bestimmten Begriffen. Das verschafft zusätzliche Sicherheit und sorgt dafür, dass man auch dann noch etwas zu sagen hat, wenn die Vokabel mal nicht sofort einfallen will.

Fallstrick #3: Die Sprache wird nicht in der Praxis angewendet

Wer das Erlernen einer Fremdsprache erfolgreich torpedieren will, wird mit dieser Methode am meisten Erfolg haben: Einfach nicht sprechen und alles mühsam Erlernte wieder einrosten lassen. So fatal dieser Fehler auch sein mag – leider begehen ihn viele Menschen. Der Grund hierfür ist häufig Fallstrick #1: Es gibt keinen konkreten Anlass für den Fremdsprachenunterricht.

Indem Sie genau klären, warum ein Mitarbeiter ein Fremdsprachen Coaching erhalten soll, gewährleisten Sie, dass es hinterher auch wirklich Anlässe gibt, um das Erlernte in der Praxis umzusetzen. Je mehr das Lernziel also an die Beschäftigung und die Aufgaben des Mitarbeiters angepasst sind, desto höher sind die Chancen, die Kenntnisse langfristig zu festigen.

Fallstrick #4: Der Lernprozess wird irgendwann eingestellt

Eine Fremdsprache zu erlernen kann gut und gern als Lebensaufgabe bezeichnet werden. Denn auch wenn irgendwann der Punkt erreicht wird, an dem das Sprechen, Lesen, Schreiben und Zuhören einwandfrei funktionieren, lernt man (bekanntermaßen) nie aus.

Wer eine Fremdsprache wie Englisch oder Französisch auch noch in ein paar Jahren beherrschen will, darf den Lernprozess nie vollständig abschließen. Stattdessen sollte man immer darum bemüht sein, neue Vokabeln zu lernen, andere Akzente zu verstehen und auch interkulturelle Aspekte einer Sprache zu verinnerlichen.

Wird hingegen irgendwann beschlossen, dass der Lernprozess zu Ende ist, können Sie regelrecht verfolgen, wie die Kenntnisse nach und nach verblassen und irgendwann komplett verschwinden.

Fallstrick #5: Perfektionismus hält vom Fortschritt ab

Eine Situation, die viele Fremdsprachenschüler kennen: Eigentlich würde man gern zur nächsten Lerneinheit übergehen, aber die Aussprache dieser einen, wirklich schwierigen Vokabel will einfach nicht so recht gelingen. Also übt man, bis es klappt. Und übt. Und übt. Und vergisst irgendwann, dass es noch so viele andere Wörter und Grammatikregeln gibt, die verinnerlicht werden wollen.

Übertriebener Perfektionismus gehört zu den klassischen Fallstricken – und zwar nicht nur im Bereich Fremdsprachen. Wer immer alles perfekt haben und machen will, verliert schnell das Wesentliche aus den Augen. Anstatt voran zu kommen, sind dann häufig Rückschritte das Ergebnis.

Fallstrick #6: Der Aufwand wird unterschätzt

Jeder, der eine Fremdsprache erlernen will, sollte sich im Klaren darüber sein, dass dieses Vorhaben mit Aufwand verbunden ist. Die Herausforderungen, die auf einen warten, sind von Sprache zu Sprache unterschiedlich. Komplizierte Grammatikregeln, ein schier unendlicher Wortschatz oder auch ein völlig neues Alphabet – ja, eine Fremdsprache lernen ist kein Zuckerschlecken.

Fallstrick #7: Es wird ohne System gelernt

Gerade in der Anfangszeit sind viele Fremdsprachenschüler Feuer und Flamme und wollen am liebsten alles gleichzeitig lernen. Die Resultate: Grenzenloses Chaos und kaum erkennbare Fortschritte.

Wenn Ihre Mitarbeiter ihre Fremdsprachenkenntnisse verbessern sollen, ist es ratsam, Ihnen von Anfang an professionelle Hilfe an die Hand zu geben – beispielsweise in Form eines Sprachtrainers.  Dieser kann nicht nur individuell auf die Stärken und Schwächen der Schüler eingehen, sondern auch systematisch und geordnet durch die Fremdsprache führen. Dadurch werden die Aussichten auf Erfolg und auch die Motivation um ein Vielfaches erhöht.

Es gibt viele Möglichkeiten, das Erlernen einer Fremdsprache erfolgreich zu torpedieren. Um einem solchen Angriff nicht „zum Opfer zu fallen“, ist es unverzichtbar, die Fallstricke zu kennen und zu meiden. Dann sollte den schnell sichtbaren Fortschritten nichts mehr im Wege stehen.

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